Sonntag, November 27, 2016

Es ist lange her,




 dass ich Zeit zum Bloggen hatte.



Unter anderem lag es an einem späten Urlaub auf Teneriffa. Im November in den Sommer zu fliegen, war eine schöne Erfahrung. Wir hatten eine Ferienwohnung in Icod de los Vinos und erkundeten von dort aus die Insel. Einige schöne Wanderungen haben wir unternommen, aber vor Allem viel Sonne und Energie getankt.



Eine Woche nach unserer Rückkehr war kleines Zickentreffen in Wahlsdorf. Katrin zeigt ihr Top aus den Geburtstagsblöcken.



Und auch Wally hat alle Geburtstagssterne zusammen genäht. Beide Tops waren komplett aus Batiks genäht.



Im Licht sieht man das schöne Farbenspiel.



Im Urlaub hatte ich viel Zeit zum Lesen:



Diesen Roman habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Es ist eine Fantasie-Geschichte, die im frühen englischen Mittelalter angesiedelt ist. Es gibt Ritter, Menschenfresser, Drachen und andere Märchengestalten. Doch es ist kein herkömmlicher Fantasie-Roman, mehr ein historischer Roman in dem Monster auftauchen, weil die Menschen früher daran glaubten. Die Geschichte ist sehr düster und undurchdringlich. Erst zum Ende hin hat sich der Nebel gelichtet und ich habe begriffen. Es geht um Schuld und Vergebung, Liebe und Tod.




Ein weiteres Geburtstagsbuch ist "Die Vegetarierin". Eine Frau beschließt eines Tages kein Fleisch mehr zu essen. Was bei uns kaum Erstaunen auslösen würde, ist in Südkorea keineswegs normal. Die Umwelt reagiert befremdlich. Die Familie ist verstört. Alte Konflikte brechen hervor.
Eine Geschichte die tief in die Seelen sehen lässt.





Und noch ein Geburtstagsbuch: "Kindeswohl".
Eine Richterin ist Hauptfigur der Geschichte, die beginnt, als ihr Mann ihr eröffnet eine Affäre beginnen zu wollen.
Nebenbei muss sie sich auf Prozesse vorbereiten um Urteile zu fällen, die um Leben und Tod von Kindern gehen.
Ein Wirrwarr der Gefühle, doch klar erzählt. Es bleibt Platz und Zeit um eigene Gedanken und Gefühle zu sortieren.

Alle drei Bücher sind keine leichte Unterhaltungsliteratur, doch unbedingt lesenswert.




Die Bücher von Jojo Moyes sind Garantie für gute Unterhaltung. Als ich auf der Suche nach einem schönen Buch für den Strand war, wusste ich, dass ich damit nicht falsch liegen kann. Und so war es auch, mit dieser hübsche Geschichte die schön geschrieben ist, macht ein fauler Tag in der Sonne doppelt Spaß.




Der Rother Wanderführer ist unser liebstes Wanderführer. Auf La Palma und Teneriffa haben wir damit wunderbare Touren gemacht.
Doch für Teneriffa würde ich dieses Buch nicht weiter empfehlen. Nach meinem Empfinden wurden die Strecken falsch bewertet, auch hat man so gar nichts von der Umgebung erfahren.
Aber in unserem Ferienhaus gab es andere Reisebücher, so dass damit gut die Insel erkunden konnten.






Nicht ausgelesen habe ich dieses Buch. Es lag in der Ferienwohnung und beschreibt die Geschichte um Jesus als Kriminalfall. Sicherlich eine interessante Idee - doch nach meiner Meinung nicht gut umgesetzt.





Sonntag, Oktober 23, 2016

Ein Wochenende in Potsdam


Ich fahre ja jeden Tag nach Potsdam - zum Arbeiten. Da habe ich eine besondere Sichtweise auf die Dinge: Baustelle ist Staustelle. Und gebaut wird viel in Potsdam. Ich kann gut beobachten wo und wie neue Häuser fertig werden, manches gefällt mir, anderes ist ganz furchtbar. Meiner Meinung nach sollte Potsdam sich auch mal an moderne Architektur wagen. Diese pseudo-historischen Fassaden sind oft ganz furchtbar.

Am Samstag bekam ich einen Anruf und war sofort bereit loszufahren um durch die Stadt zu tingeln. Es war total schön völlig sinnfrei durch die Straßen zu stöbern. Der Herbst hat mit allen Facetten Einzug gehalten, Sonne und Regen, goldenes Laub und rote Hecken. Zum Schluss sind wir sogar vor dem Schloss gelandet. Zum Glück waren die neuen Stulpen mit, die sorgten bis zu einem bestimmten Punkt für Wärme.


Am Sonntag machten die Stoffhändler Station in Potsdam. Auf ihrem angestammten Platz im Lustgarten war Rummel. Daher rückten die Stände in die zweite Reihe - das neue Panorama fand ich sehr interessant.



Das hat man dann davon: Stoffe ich die gar nicht wollte :)
Eigentlich bin ich nur zum Markt gefahren um Vlies und Karabinerhaken zu kaufen. Weil die Stände anders angeordnet waren, musste ich natürlich mehr suchen und fand Stoffe, die unbedingt mit wollten. 
Der oberste Stoff wird ein Rock. Das Design hat mir schon im Sommer gut gefallen. Mangels Zeit habe ich aber nicht gekauft. Bis zum nächsten Jahr sollte ich Gelegenheit finden ihn zu vernähen. Die unten liegenden Stoffe werden Geschenke für Weihnachten. Deshalb dürfen sie sich nur ein ganz bisschen zeigen. 


Sonntag, Oktober 09, 2016

Geburtstagsgeschenke

Die Zeit ist ein kostbares Gut. Man kann sie nur einmal nutzen, was richtig ist, sonst würde man sich die Tage noch mehr zustopfen mit Dingen die getan werden müssen oder die man tun möchte. 
Wie auch immer, ich habe wenig genäht. Doch es gab ein paar Geburtstagskinder, die ich gern beschenkt habe.



Für Karin gab es eine Blumenmädchen-Karte.




Helena hat sich  im Elsass als Fotomotiv das Herz ausgesucht. Kein Wunder, dass unter diesem Einfluss ein Herz auf ihre Geburtstagskarte flog.




Laura liebt Marinenkäfer - daher ein lustiger Käfer für sie zum Geburtstag.




Zwei Körnermäuse im Sonnenbad. 
Sie dürfen inzwischen bei Andrea und Johanna mit Hilfe von Mikrowellen Wärme spenden.




Ein spätes Geschenk an meine Schwester. Zum Geburtstag ist die Handyhülle nicht fertig geworden.
Aber wer freut sich nicht über Geschenke, die unverhofft kommen :)



Ein kleiner Drache versteckt sich unter der Lasche.




Sonntag, September 25, 2016

Zwei Zicken im Elsass

Ratz-fatz ist der Monat September vorbei und wir haben immer noch Sommer, fast jedenfalls. Die Tage sind immer noch warm und sonnig, nur nachts merkt man, dass der Herbst sich nicht aufhalten lässt. 


Helena und ich waren im Elsass - Eine ganze Woche Urlaub haben wir uns zum Geburtstag geschenkt. Vor allem die traumhafte Umgebung, die freie Zeit und das herrliche Wetter haben wir aus allen Zügen genossen.




Morgens waren wir walken und haben vom Mandelberg aus der Sonne beim Aufstehen zugesehen.




Durch die Weinberge führen Wege und schmale Straßen zum nächsten malerischen Ort. Schöner kann man nicht wandern.




Abends genossen wir leeren Gassen und schlenderten zum Essen.






Einen besonderen Ausflug machten wir nach Mulhouse. Hier war ein wichtiger Standort für die europäische Textilproduktion. Im Parc de Wesseling gibt es ein Textilmuseum zum Anfassen und Erleben. Selten habe ich eine Ausstellung über Textilherstellung so lebendig erlebt. Vieles lud zum Mitmachen ein.




Nicht entgehen lassen, sollte man sich den Garten. Motto in diesem Jahr war Jules Vernes. Passende Kostüme konnte man bereits in der Ausstellung bewundern.




Natürlich waren wir auch im Silbertal unterwegs - es war ja wieder Patchworkzeit.





Doch ich muss sagen - vieles war nicht nach meinem Geschmack. Ausnehmender Höhepunkt war die Ausstellung der schwedischen Künstlerin Malin Lager.  Sonst war viel Altbackenes zu sehen.



Ausgelesen:


Das könnte zu meinem Buch des Jahres werden.
Die Geschichte erzählt von einem Mann, wie ihn wohl viele von uns zu kennen glauben. Ein Mann mit Prinzipien von denen er nicht abweichen möchte. Ein anstrengender Nachbar mit anstrengenden Gewohnheiten.
In Rückblenden erfährt man von seiner Vergangenheit und sein Tun wird verständlich.
Das Buch ist verfilmt worden, wurde mir erzählt.
Trotzdem sollte man das Buch unbedingt lesen!

Sonntag, September 04, 2016

Besuch im Teichland




Die Zicken wurden von der Fischerin ins Teichland eingeladen.

Das Wetter war ideal für eine Fahrt ins Grüne. Leider war der Termin nicht ganz günstig gewählt: im Land Brandenburg und in Berlin waren Einschulungsfeiern. Daran haben wir nicht gedacht, als wir uns vor langer Zeit auf diesen Termin einigten. So machten sich "nur" drei Zicken auf den doch langen Weg über Cottbus ins Teichland auf. Um so schöner war der Willkommensgruß für uns. 




Es gab entzückende Gastgeschenke, Untersetzer und Naschwerk garniert mit Äpfeln.



Carola wurde als Überraschungsgast eingeladen. Wir kennen uns schon lange durch die Treffen in Blossin. Sie hat all die frechen Äpfelchen für uns genäht.




Von Astrid sind die raffinierten Untersetzer. In der selbst gefalteten Schachtel ist eine süße Leckerei. Ich habe noch nicht mal nachgeguckt, weil alles so hübsch zusammen passt.




Nachdem wir ausgiebig gequatscht haben, wurden wir lecker mit frisch gegrillten Leckereien versorgt. Und dann war noch Zeit um ein paar Nadelkissen zu filzen. Es war ein rundherum gelungener Tag.




Sonntag, August 28, 2016

Nähen im Garten



Ein schönes freies Wochenende liegt hinter mir. Der Sommer ist unerwarteter Weise zurück gekehrt und hatte hitzige 34 Grad Celsius im Gepäck. Ich hatte Lust zu nähen, somit durfte Antonella in den Garten. Helena hat mir vor vier Wochen einen traumhaften Stoff von Marimekko aus Helsinki mitgebracht. Für mich war das sofort ein Rock. Und jetzt ist er fast fertig. Das Einnähen des Reißverschlusses (mein Angstthema) hat ohne Komplikationen auf Anhieb geklappt. Dann kam Karin vorbei und schnappte sich den Rock, um ihn auf der Overlook zu säumen - Glück muss man haben :)



Jetzt wurde nicht geschwächelt, das Futter musste noch zugeschnitten werden. Ich markiere die Nählinien mit Seifenresten. Die Striche verschwinden spätestens nach dem ersten Waschen. Mit Schneiderkreide habe ich keine guten Erfahrungen, die Kreidespuren sind überall nur nicht dort, wo ich sie brauche.



Ausgelesen:


Eine liebe Freundin schenkte meinem Mann zum Geburtstag dieses wunderbare Buch. Sie wusste, dass wir einen Teil unseres Urlaubes auf Hiddensee verbrachten. Es war eine abwechslungsreiche Zeit. Das Buch ist eine schöne Sammlung aus Anekdoten, Gedichten, Bildern und Briefen. Ringelnatz ist mir richtig aus Herz gewachsen.
Das Buch ist für alle, die Hiddensee, Biografien oder besondere Geschichten lieben.



Sonntag, August 14, 2016

Zicken im Spreewald


Eine Kahnfahrt die ist lustig - dachten sich die Zicken und so machen wir uns letzte Woche auf in den Spreewald. Den Kahn hat Susanne bestellt, einfach so auf gut Glück ginge das gar nicht.  Es waren unwahrscheinlich viele Leute unterwegs. Viele wollten selbst paddeln, andere wie wir ließen sich lieber gemütlich durch die Kanäle staken.




Ich frag mich bloß, warum vor dem Bootshaus so viele Quiltständer standen. Glücklicherweise hatte ich meinen frisch gequilteten NYB dabei.




Unterwegs machten wir mit unserem Kahn eine kleine Pause um Gurken und andere Leckereien zu kaufen. Hier sieht man schon die ersten Herbstboten.
Ostereier gab es allerdings nicht mehr. Renate sammelt die kunstvoll verzierten sorbischen Eier und wünschte sich ein rotes. Leider stieß sie damit auf großes Unverständnis. Dafür erhielten wir wir eine kostenlose Lehrstunde über den Unterschied von Wenden und Sorben :(





Sieht doch einfach toll aus - kräftige Batikstoffe  auf altem verwittertem Holz.




Die einzelnen Blöcke habe ich immer mal zwischendurch genäht, Es sind ja anspruchsvolle Muster, die viel Zeit brauchen. Die Vorlagen habe ich mir bei Ula Lenz geholt.




Auch von hinten macht der Quilt eine gute Figur.

Beim Färbefest habe ich ganz vergessen den Rückseitenstoff für den Quilt zu färben. Doch in der Schüssel geht das auch ganz fix.

Das freie Quilten hat mir wieder großen Spaß gemacht. Bei dem Muster kann man ja gar nichts falsch machen. Fehler werden leicht verziehen, weil man ja keine sieht. So wie die Schnörkel kommen, soll es eben sein. Ein paar Mal habe ich mir Ideen für die Ecken auf Papier gemalt. Dann weiß man so ein bisschen wie man den Quilt unter der Maschine führen muss.



Witzig - meine Collage aus Quiltblöcken.



Beim Schlangenkönig waren wir Kaffee trinken.



Inzwischen hat das gute Stück allerdings eine neue Liebhaberin gefunden. Meine kleine Schwester hatte Geburtstag. Und weil das ein ganz besonderer war, gab es einen besonderen Quilt.



Sonntag, Juli 31, 2016

Entschleunigung auf Hiddensee




Nach der anstrengenden Woche waren wir reif für die Insel. Die Räder ließen wir zu Hause und nahmen statt dessen einen kleinen Quilt mit.



Es ging nach Hiddensee. Die Insel ist für Privatautos gesperrt, hat keine Brücke und ist dadurch nur mit dem Boot erreichbar.
Die Entschleunigung begann schon, nachdem wir das Auto in Schaprode abgegeben hatten.
Wir hatten noch viel Zeit bis die Fähre kam und konnten dadurch dem Hafenteiben zusehen.

Hiddensee ist ja eine ganz kleine Insel, sehr schmal und ca. 16 km lang. Die westliche Seite besteht fast nur aus breitem weißen Sandstrand. Es gibt drei Hafen - in Neuendorf, Vitte und in Kloster. Eine vierte Gemeinde liegt ganz im Norden, das ist Grieben.
Unsere kleine gemütliche Ferienwohnung war in Kloster.




Von dort aus konnte man Wanderungen in den Dornbusch machen, das ist der hügelige Teil im Norden mit Steilküste und Leuchtturm.



Die höchste Erhebung ist der Bakenberg mit ca. 70 m.



Die Uhren ticken auf so einer kleinen Insel wirklich noch anders. Manche mögen es langweilig finden, es passiert ja nicht viel. Doch guckt man genau hin, findet man wieder die Kleinigkeiten im Leben, die wirklich wichtig sind.




Zum Beispiel stehen vor jedem Laden praktische Quilthalter.
Manche Leute stellen hier ihre Fahrräder ab.




Auf den Wiesen wachsen saftige Kräuter und bieten eine romantische Kulisse zum Fotografieren.

Nun, da auch der Quilt entschleunigt ist, habe ich ihn heute den Großeltern übergeben. Der Quilt ist ein ganz besonderer. Fast alle Quadrate sind aus Kleidungsstücken der Familie. Interessanter Weise konnte ich auch Jersey, Cord und Mischgewebe wirklich gut verarbeiten.
Die großen Quadrate mit den Schildkröten sind aus weichem Flanell. Ich denke die unterschiedlichen Materialien werden, den Kerl zum Tasten und Erkunden anregen. Denn zu Tasten gibt es eine ganze Menge, nicht zuletzt durch die Quiltlinien.


Die leuchtend grüne Rückseite ist aus Westfalenstoff.



Ausgelesen:






Ich habe alle drei Teile hintereinander gelesen. Nachdem ich den ersten Film gesehen habe war ich neugierig. Es war angenehme Unterhaltungsliteratur, nicht mehr nicht weniger. Auch wenn in den Büchern manches anders ist, reicht es meiner Meinung nach die Filme zu sehen.